IHRE LIEBSTEN IN BESTEN HÄNDEN

Entlastungs­betrag

Alle Pfle­ge­be­dürf­ti­ge in häus­li­cher Pfle­ge haben Anspruch auf den sog. „Ent­las­tungs­be­trag“ in Höhe von bis zu 125 € monat­lich. Ein geson­der­ter Antrag ist nicht erfor­der­lich.

Der Betrag ist zweck­ge­bun­den, d.h. er ist zu ver­wen­den für „qua­li­täts­ge­si­cher­te Leis­tun­gen zur Ent­las­tung pfle­gen­der Ange­hö­ri­ger und ver­gleich­bar Nahe­ste­hen­der in ihrer Eigen­schaft als Pfle­gen­de sowie zur För­de­rung Ihrer Selb­stän­dig­keit und Selbst­be­stimmt­heit bei der Gestal­tung ihres All­tags“.

Pfle­ge­gradEnt­las­tungs­be­trag*
§ 45b
1125 €
2125 €
3125 €
4125 €
5125 €
* zweck­ge­bun­den
Es kommt hier somit auf die Begrif­fe „zweck­ge­bun­den“ und „qua­li­täts­ge­si­chert“ an. Qua­li­täts­ge­si­chert ist eine Leis­tung bspw. dann, wenn die­se von einem zuge­las­se­nen Pfle­ge­dienst bzw. einer Pfle­ge­ein­rich­tung erbracht wird. Dies kön­nen fol­gen­de Ange­bo­te sein:
  • Tages- oder Nacht­pfle­ge
  • Kurz­zeit­pfle­ge
  • Leis­tun­gen zuge­las­se­ner Pfle­ge­diens­te
    Hier ist aller­dings in den Pfle­ge­gra­den 2 bis 5 fol­gen­des zu beach­ten:
    Leis­tun­gen im Bereich der Selbst­ver­sor­gung (kör­per­be­zo­ge­ne Pfle­ge­maß­nah­men) dür­fen nicht über den Ent­las­tungs­be­trag abge­rech­net wer­den, son­dern nur pfle­ge­ri­sche Betreu­ungs­maß­nah­men sowie Hil­fen bei der Haus­halts­füh­rung.
    Aus­schließ­lich Pfle­ge­be­dürf­ti­ge des Pfle­ge­gra­des 1 kön­nen den Ent­las­tungs­be­trag auch für Leis­tun­gen zuge­las­se­ner Pfle­ge­diens­te im Bereich der kör­per­be­zo­ge­nen Pfle­ge­maß­nah­men nut­zen.
  • Leis­tun­gen der nach Lan­des­recht aner­kann­ten Ange­bo­te zur Unter­stüt­zung im All­tag im Sin­ne des § 45a SGB XI
    Es kann sich um Betreu­ungs­an­ge­bo­te (bspw. Tages­be­treu­ung, Ein­zel­be­treu­ung), Ange­bo­te gezielt zur Ent­las­tung von Pfle­ge­per­so­nen in ihrer Eigen­schaft als Pfle­gen­de (bspw. durch Pfle­ge­be­glei­ter) oder Ange­bo­te zur Ent­las­tung im All­tag (bspw. Hil­fen im Haus­halt oder orga­ni­sa­to­ri­schen Hil­fe­stel­lun­gen) han­deln.

Tipp

Sie kön­nen den Ent­las­tungs­be­trag auch fle­xi­bel nut­zen:
Wer­den die Leis­tun­gen in einem Monat nicht voll aus­ge­schöpft, kön­nen die­se in den Fol­ge­mo­na­ten genutzt wer­den. Nicht in Anspruch genom­me­ne Leis­tun­gen aus dem Vor­jahr kön­nen noch im ers­ten Halb­jahr des Fol­ge­jah­res in Anspruch genom­men wer­den.

Bei­spiel:

Die Pfle­ge­per­son möch­te im Juni 2019 in Urlaub fah­ren und den Pfle­ge­be­dürf­ti­gen gut ver­sorgt und betreut wis­sen. 2018 und von Janu­ar bis Mai 2019 wur­den vom Pfle­ge­be­dürf­ti­gen mit Pfle­ge­grad 1 kei­ne Leis­tun­gen über den Ent­las­tungs­be­trag abge­rech­net.

Nicht genutz­ter Ent­las­tungs­be­trag 2018 (12 x 125 €):

1.500 €

Nicht genutz­ter Ent­las­tungs­be­trag 2019 (5 x 125 €):

625 €

Zur Ver­fü­gung ste­hen­der Betrag im Juni 2019:

2.125 €

Für Pfle­ge und Betreu­ung steht somit ein Betrag i.H.v. 2.125 € zur Ver­fü­gung.. Das ent­spricht über 60 Betreu­ungs­stun­den!

Ger­ne ermit­teln wir, wel­che Leis­tun­gen Ihnen zur Ver­fü­gung ste­hen.

Wir sind für Sie da!

Sie haben Fra­gen oder wün­schen eine Be­ratung?

Dann ste­hen wir Ihnen jeder­zeit ger­ne zur Ver­fü­gung.
Rufen Sie uns an unter 0621 – 65 73 88 73, sen­den Sie uns ein Tele­fax unter 0621 – 68 50 63 14 oder schrei­ben Sie uns eine E‑Mail an info@sebena.de.
Wir freu­en uns über Ihre Kontakt­aufnahme!