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Leis­tun­gen der Pfle­ge­ver­si­che­rung im Über­blick

Zum 1. Janu­ar 2017 wur­de durch das zwei­te Pfle­ge­stär­kungs­ge­setz ein grund­le­gend neu­er Pfle­ge­be­dürf­tig­keits­be­griff ein­ge­führt. Einer der wich­tigs­ten Ände­run­gen war, dass aus den frü­he­ren 3 Pfle­ge­stu­fen die heu­ti­gen 5 Pfle­ge­gra­de wur­den. Neue Leis­tungs­be­trä­ge wur­den eben­falls ein­ge­führt. Vor der Reform bezog sich Pfle­ge­be­dürf­tig­keit vor allem auf kör­per­lich beding­te Beein­träch­ti­gun­gen. Heu­te wer­den auch geis­tig und psy­chisch beding­te Beein­träch­ti­gun­gen glei­cher­ma­ßen berück­sich­tigt, so dass sich die Pfle­ge­si­tua­ti­on vie­ler Men­schen nach­hal­tig ver­bes­sert hat.

Die Pfle­ge­ver­si­che­rung ermög­licht es übri­gens, selbst zu ent­schei­den, wie und von wem man gepflegt wer­den will.

Tipp

Leis­tun­gen der Pfle­ge­ver­si­che­rung wer­den oft gar nicht in Anspruch genom­men, weil die­se dem Pfle­ge­be­dürf­ti­gen und sei­nen Ange­hö­ri­gen unbe­kannt sind. Wir zei­gen Ihnen ger­ne, wel­che Leis­tun­gen Sie bei häus­li­cher Pfle­ge in Anspruch neh­men kön­nen. Rufen Sie uns ein­fach an oder kon­tak­tie­ren Sie uns per E‑Mail.

Grund­sätz­lich ste­hen unter­schied­li­che For­men bzw. Ein­rich­tun­gen der Pfle­ge und Betreu­ung zur Ver­fü­gung. Für wel­che Mög­lich­keit man sich letzt­end­lich ent­schei­det, hängt von fol­gen­den Fak­to­ren ab:

  1. Schwe­re der Pfle­ge­be­dürf­tig­keit (Pfle­ge­grad),
  2. kön­nen und möch­ten Ange­hö­ri­ge, Lebens­part­ner oder Freun­de die Pfle­ge über­neh­men und wenn ja, in wel­chem Umfang
  3. soll häus­li­che Pfle­ge, teil­sta­tio­nä­re Pfle­ge oder voll­sta­tio­nä­re Pfle­ge in Anspruch genom­men wer­den.

Die Pfle­ge­ver­si­che­rung gewährt fol­gen­de Leis­tun­gen (§ 28 SGB XI):

  • Pfle­ge­sach­leis­tung (§ 36)
  • Pfle­ge­geld für selbst beschaff­te Pfle­ge­hil­fen (§ 37)
  • Kom­bi­na­ti­on von Geld­leis­tung und Sach­leis­tung, sog. Kom­bi­na­ti­ons­leis­tung (§ 38)
  • Häus­li­che Pfle­ge bei Ver­hin­de­rung der Pfle­ge­per­son, sog. Ver­hin­de­rungs­pfle­ge (§ 39)
  • Pfle­ge­hilfs­mit­tel und wohn­um­feld­ver­bes­sern­de Maß­nah­men (§ 40)
  • Tages­pfle­ge und Nacht­pfle­ge (§ 41)
  • Kurz­zeit­pfle­ge (§ 42)
  • Voll­sta­tio­nä­re Pfle­ge (§ 43)
  • Pfle­ge in voll­sta­tio­nä­ren Ein­rich­tun­gen der Hil­fe für behin­der­te Men­schen (§ 43a)
  • Zusätz­li­che Betreu­ung und Akti­vie­rung in sta­tio­nä­ren Pfle­ge­ein­rich­tun­gen (§ 43b)
  • Leis­tun­gen zur sozia­len Siche­rung der Pfle­ge­per­so­nen (§ 44)
  • Zusätz­li­che Leis­tun­gen bei Pfle­ge­zeit und kurz­zei­ti­ger Arbeits­ver­hin­de­rung (§ 44a)
  • Pfle­ge­kur­se für Ange­hö­ri­ge und ehren­amt­li­che Pfle­ge­per­so­nen (§ 45)
  • Umwand­lung des ambu­lan­ten Sach­leis­tungs­be­trags, sog. Umwand­lungs­an­spruch (§ 45a)
  • Ent­las­tungs­be­trag (§ 45b)
  • Leis­tun­gen des Per­sön­li­chen Bud­gets nach § 29 des Neun­ten Buches
  • Zusätz­li­che Leis­tun­gen für Pfle­ge­be­dürf­ti­ge in ambu­lant betreu­ten Wohn­grup­pen (§ 38a)

Leis­tun­gen der Pfle­ge­ver­si­che­rung

Körper­be­zo­ge­nen Pfle­ge­maß­nah­men
(bspw. Kör­per­pfle­ge, Ernäh­rung, För­de­rung der Bewe­gungs­fä­hig­keit)

Pfle­ge­ri­schen Betreu­ungs­maß­nah­men
(bspw. Hil­fe bei der Ori­en­tie­rung, bei der Gestal­tung des All­tags oder auch bei der Auf­recht­erhal­tung sozia­ler Kon­tak­te)

Hil­fen bei der Haus­halts­füh­rung
(bspw. Kochen, Rei­ni­gen der Woh­nung)

Die Pfle­ge­ver­si­che­rung beruht auf dem sog. „Teil­leis­tungs­prin­zip“. Dies bedeu­tet, dass nicht alle not­wen­di­gen Leis­tun­gen und Maß­nah­men bei Pfle­ge­be­dürf­tig­keit in vol­lem Umfang finan­ziert wer­den, son­dern eine antei­li­ge Unter­stüt­zung des pfle­ge­be­dürf­ti­gen Men­schen erfolgt.

  • Bei­spiel bei häus­li­cher Pfle­ge:
    Das Pfle­ge­geld oder die Über­nah­me der Kos­ten eines ambu­lan­ten Pfle­ge­diens­tes ergän­zen die Pfle­ge und Betreu­ung durch die Ange­hö­ri­gen.

  • Bei­spiel voll­sta­tio­nä­re Pfle­ge:
    Bis zu den je nach Pfle­ge­grad fest­ge­leg­ten Beträ­gen wer­den die pfle­ge­be­ding­ten Auf­wen­dun­gen von der Pfle­ge­kas­se über­nom­men, die Kos­ten für Unter­kunft und Ver­pfle­gung trägt der Pfle­ge­be­dürf­ti­ge aller­dings selbst.

Da sebe­na nur Leis­tun­gen im Bereich der häus­li­chen Betreu­ung und Pfle­ge erbringt, erläu­tern wir nach­fol­gend auch nur die­sen Bereich.

Das The­ma Pfle­ge ist sehr kom­plex und viel­schich­tig und die indi­vi­du­el­le Situa­ti­on des pfle­ge­be­dürf­ti­gen Men­schen spielt eine ent­schei­den­de Rol­le. Daher kön­nen hier zu einer ers­ten Ori­en­tie­rung auch nur die wich­tigs­ten Punk­te dar­ge­stellt wer­den. Wir emp­feh­len Ihnen des­halb eine per­sön­li­che Bera­tung in Anspruch zu neh­men.

Wir sind für Sie da!

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Dann ste­hen wir Ihnen jeder­zeit ger­ne zur Ver­fü­gung.
Rufen Sie uns an unter 0621 – 65 73 88 73, sen­den Sie uns ein Tele­fax unter 0621 – 68 50 63 14 oder schrei­ben Sie uns eine E‑Mail an info@sebena.de.
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